Bleibe informiert und entwickle ein Bewusstsein für die Auswirkungen der vielen Entscheidungen, die Du bereits jetzt in Deinem digitalen Leben triffst – oder aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit eben nicht triffst.
Handy, Computer/Speicher und Postfächer aufräumen sind wichtige erste Schritte. Diese Aktionen sind gut für die Umwelt, gut für die persönliche Effizienz und letztlich gut für den eigenen Kopf.
Das Internet spielt eine zunehmende Rolle in unserem Leben. So wie wir in den Bereichen Mobilität, Ernährung und Konsum an Umwelt und Nachhaltigkeit denken, so sollten wir auch unsere Online-Aktivitäten reflektieren. Die Klimabilanz des Internets kann durch das Verhalten seiner Nutzenden positiv beeinflusst werden.
Daher geben wir hier einige Beispiele für digitale Bereiche, bei denen es nicht auf das Aufräumen geht, sondern eher um bewusste Nutzung und stetiges Auf Stand-bleiben – denn Digitalisierung ist schnelllebig.
Digitale Meetings haben sich etabliert und machen unseren Alltag sehr flexibel. Durch sie wird Homeoffice möglich, internationale Formate sind selbstverständlich, und es ist in der Regel ressourcensparender, wenn sich 10 Menschen online treffen, statt mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln für ein Treffen anzureisen.
Aber tatsächlich können Onlinemeetings im Vergleich zu anderen Kommunikationsarten recht energieintensiv sein.
Wichtige Faktoren sind hier unter anderem
Was Du beachten kannst
Zu den energieintensivsten Online-Aktivitäten gehört das Videostreaming: Streaming-Plattformen übertragen riesige Datenströme, die (hochaufgelöste) Videoinhalte gleichzeitig an Millionen von Nutzer*innen liefern. Audiostreaming hat in der Regel eine deutlich geringere Datenrate als Video.
Hier die ausschlaggebenden Faktoren:
Was Du beachten kannst
„Wie hieß noch mal …“ – kaum kommt eine nebensächliche Frage in einer Unterhaltung auf, wird das Handy gezückt und gegoogelt oder die KI zu Rate gezogen.
Dabei produziert eine Google-Anfrage etwa 0,2 Gramm CO₂. Das klingt nicht viel, aber es wird geschätzt, dass über 150.000 Anfragen pro Sekunde an Google gestellt werden.
Und während klassische Suchmaschinen indexierte Datenbanken abrufen, aktiviert eine generative KI für jede einzelne Anfrage komplexe neuronale Netze, was deutlich rechenintensiver ist.
Hier die ausschlaggebenden Faktoren:
Was Du beachten kannst:
Obwohl auf Social Media-Kanälen einige Nutzer*innen passiv konsumieren und andere aktiv streamen und teilen, fällt die exzessive Nutzung erheblich ins Gewicht: Schon 2020 ergab eine Greenpeace-Studie, dass die Rechenzentren, welche die Facebook-Dienste betreiben, dem jährlichen Energieverbrauch von 30.000 US-Haushalten im Jahr 2017 entspricht.
Jeder Beitrag und Kommentar, aber auch jedes Speichern, jeder Like und Share verbraucht Energie.
Zu Messengern: Während der Versand einer reinen Textnachricht über WhatsApp nur etwa 0,002 Gramm ausmacht, können es bei einem verschickten Bild schon um die 3 Gramm sein und bei einem Video pro Minute über 50 Gramm CO2.
Unser Tipp: Vermeide exzessiven Social Media-Konsum – nicht nur der Umwelt zuliebe!
Der größte Anteil des CO2-Fußabdrucks geht bei den meisten Geräte immer noch auf die Herstellung. Ein Grund mehr, sich gut um diese zu kümmern und die Lebensdauer somit zu verlängern.
Unsere Tipps